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Abb.9: Verbindungskabel für Anschluss des NTBA (ISDN)
Western-Stecker (RJ1 1)
Den Western-Stecker gibt es in zwei Ausführungen:
In der 4-poligen Ausführung ist er regulär auf beiden
Seiten des Höreranschlusskabels von Telefonen sowie
zuweilen auch als Anschlussstecker für Importgeräte zu
finden - wo er einen TAE-Adapter, die nachträgliche
Montage eines TAE-Steckers oder schlicht den Austausch des
Kabels erforderlich macht (vgl. Abbildung 7, mitte).
In der 6-poligen Ausführung findet man den Western-Stecker
heute standardmäßig bei Anschlusskabeln für Endgeräte, wo
er für den geräteseitigen Anschluss zuständig ist. Der
dosenseitige Anschluss ist dann als TAE-Stecker
ausgeführt. Abbildung 8 zeigt die „üblichen“
Verbindungsschemata zwischen Western- und TAE-Steckern.
Soweit die graue Theorie. In der Praxis sieht es oft
anders aus, insbesondere wenn es um den Anschluss
fernöstlicher oder sonstiger Importgeräte geht. Die bei
der Beschaffung des Geräts eingesparten paar Euro müssen
dann schnell in passende -oder schlimmer noch, nur
vermeintlich passende - Adapter investiert werden. Meiner
Erfahrung nach ist es bei Geräten, für die sich partout
kein Anschlussstecker oder -kabel finden lässt, meist das
beste, an das mitgelieferte Kabel rigoros einen
TAE-Stecker zu montieren. Die Steckerbelegung kann man per
Versuch und Irrtum ermitteln; in manchen Fällen lässt sich
die Belegung auch schlicht ausmessen, wenn ein Messgerät
zur Verfügung steht. Für die Inbetriebnahme reicht es im
Allgemeinen, wenn das Gerat La und Lb in beliebiger Polung
zusehen bekommt. Um Durchschleifungen kann man sich später
kümmern. Ist zwar ein TAE-Stecker vorhanden, die
Kontaktierung aber falsch, können Sie den TAE-Stecker
entsprechend dem nachfolgenden Tipp umkontaktieren.
Analoge Faxgeräte, Anrufbeantworter und Modems
schleifen La und Lb per Relais standardmäßig durch, wenn
sie nicht gerade selbst eine Verbindung mit dem „Amt“
haben. Falls das nicht geschieht, ist meist eine falsche
Steckerbelegung Ursache des Übels!
Das ist notwendig, denn sonst könnte man keine weiteren
Endgeräte an der gleichen oder einer nachgeschalteten
TAE-Dose betreiben. Manche Geräte mit integrierter
Faxweiche „hören sogar mit“ und übernehmen das „Gespräch“
gegebenenfalls, wenn sie den Pilotton für eine
Faxverbindung erkennen. Auch Modems schleifen La und Lb
gewöhnlich durch, wenn sie nicht Betrieb sind. Es gibt
aber auch Geräte, die sich mit einer 2-adrigen Verbindung
„begnügen“ - in diesem Fall müssen Sie auf den
Parallelbetrieb ausweichen, indem Sie eine geeignete
Überbrückung der Kontakte 1 und 6 sowie 2 und 5 an der
TAE-Dose vornehmen (vgl. sinngemäß auch Abbildung 6,
links).
Telefonanlagen
Eine wesentlich elegantere Methode, mehrere Telefone an
einem oder mehreren Telefon anschlüssen zu betreiben, ist
der Einsatz einer Telefonanlage (TK-Anlage) bzw. Neben
stellenanlage anstelle der passiven TAE-Schaltung. Sie
unterteilt das Telefonnetz des Teilnehmers
vermittlungstechnisch in einen internen und einen externen
Bereich. Je nach Auslegung der Anlage stellt sie zwei oder
mehrere interne Nummern in Form separater alb-Kanäle
bereit und ermöglicht auch die interne und externe
Vermittlung zwischen die sen Nummern. Größere Anlagen
kommen auch mit mehreren externen Nummern zurecht.

Abb.
10: Anschluss einer analogen TK-Anlage mit externen und
internen Nummern
Im
Zeitalter der Computerisierung haben sich moderne
Nebenstellenanlagen zu wahrhaften Leistungs-Monstern
entwickelt, deren vollständige Programmierung nicht nur
gewisse Kenntnisse im Umgang mit Computern und einen
scharfen Verstand erfordert, sondern auch ein
ausführliches Studium des Leistungsumfangs. voraussetzt.
Rein analoge TK-Anlagen wird man heute nicht mehr neu
kaufen. Der Umstieg auf ISDN in Kombination mit einer
digitalen TK-Anlage oder einem einfachen Analogadapter,
der bereits viele der Eigenschaften einer klassischen
Nebenstellenanlage unter sich vereint, ist sicherlich
preisgünstiger und natürlich auch zukunftsweisender —
nicht zuletzt deshalb, weil ein ISDN-Anschluss mindestens
drei externe Nummern mitbringt.
TK-Anlagen anschließen
Die
Beschaltung einer rein analogen oder teilanalogen
ISDN-TK-Anlage ist nicht weiter schwierig. Neben der
unvermeidlichen Stromversorgung gibt es einen Eingang, der
entweder per ISDN-Kabel oder - im rein analogen Fall -
über ein oder mehrere analoge La/Lb- Adernpaare versorgt
wird. Auf der Ausgangsseite findet man mehrere a/b-
Anschlüsse (auch a/b-Ports genannt), die entweder gleich
als TAE-Buchsen ausgeführt sind oder entsprechende
Schraubklemmen für den Anschluss von TAE-Dosen über festinstallierte Telefonleitungen vorsehen. Jedem a/b-Paar
ist eine interne Nummer zugeordnet. Die Belegung mit
externen Nummern unterliegt der freien Zuordnung.
ISDN-TK-Anlagen mit analogen Ausgänge können auch zwischen
ISDN und analog vermitteln und besitzen daher einen oder
mehrere ISDN-Ausgänge, die vollständige So-Busse
verkörpern und jeweils den Anschluss von bis zu vier
ISDN-Telefone ermöglichen.

Abb.
11: Anschluss eines Analogwandlers für zwei analoge
Nummern

Abb.12: Anschluss einer teilanalogen ISDN- TK-Anlage
mit Türsprechfunktion
Rufnummern
Damit die
Vermittlung auch funktioniert, müssen Sie dem
Analogwandler „sagen“, welcher a/b-Kanal auf welche Nummer
hören soll. In der Praxis können Sie einem analogen
a/b-Kanal auch mehrere eingehende Nummern sowie eine
ausgehende Nummer zuordnen. Es versteht sich, dass dabei
nur solche Nummern zur Verfügung stehen, die im MSN
Nummernpaket (Multiple Subscriber Number, zu deutsch:
Mehrfachrufnummer) des ISDN-Anschlusses enthalten sind.
Ein an einem a/b-Kanal eines Analogwandlers
angeschlossenes Endgerät kann für eingehende Gespräche auf
mehrere Rufnummern programmiert werden — für ausgehende
Gespräche verständlicherweise nur auf eine. (Je nach
interner Logik des Analogadapters ist oft nicht einmal
verlangt, dass die ausgehende Nummer unter den eingehenden
zu finden ist.) Die ausgehende Nummer hat erstens den
Zweck, dass die Deutsche Telekom Gespräche über den
jeweiligen a/b-Kanal für die Abrechnung der gewünschten
Nummer zuordnen kann und zweitens, dass der Angerufene
sehen kann, wer ihn anruft (dieses „Merkmal“ ist Teil des
Leistungsumfangs von ISDN und lässt sich auch einmalig
oder dauerhaft ausschalten). Falls für einen a/b-Kanal
keine ausgehende Nummer programmiert ist, meldet sich der
Kanal bei der Telekom und beim Angerufenen übrigens mit
der Hauptnummer, auf die der ISDN-Anschluss läuft.
Achtung
Bei Stromausfall kann man im Gegensatz zum traditionellen
Analoganschluss über einen Analogwandler nicht mehr
telefonieren. Um über den ISDN-Anschluss telefonieren zu
können, benötigt man ein Telefon, das für den Notbetrieb
beeignet ist.
T-DSL
Unter dem
Sammelbegriff T-DSL verkauft die Deutsche Telekom zwei
Produkte: T ISDN DSL und T-Net-DSL. Beide Produkte
kombinieren die neue ADSL-Technik (Asymmetrical Digital
Subscriber Line) mit einem herkömmlichen Telefonsystem.
Der Unterschied zwischen diesen Produkten ist der
vorhandene Anschluss: T-ISDN-DSL setzt auf einen
ISDN-Anschluss auf, T-Net-DSL dagegen auf einen
herkömmlichen Analoganschluss. Mit anderen Worten, man
muss nicht unbedingt ISDN-Kunde sein, um DSL nutzen zu
können.
Was
braucht man für T-DSL?
Ein neuer
ADSL-Kunde fängt sich zur Zeit noch zwei weitere Kästchen
ein: einen so genannten Splitter und ein ADSL-Modem
Kombigeräte sind aber zu erwarten. Da ADSL ein anderes
Frequenzband nutzt als ISDN bzw. die analoge Sprach- und
Datenübertragung, kann man gleichzeitig telefonieren und
per ADSL Daten übertragen. Abbildung 13 zeigt, welche
Komponenten bei einem T-DSL-Anschluss zusammenspielen.
Splitter (BBAE)
Aufgabe
des im Telefondeutsch auch BBAE
(Breitband-Anschluss-Einheit) genannten Splitters
ist es, die Frequenzbänder für das herkömmliche
Telefonsystem (analog oder ISDN) und für ADSL in getrennte
Bahnen zu lenken.

Abb. 13: Netzausbau für T-DSL
Sie
können die verschiedenen Verbindungen wahlweise auch
klemmen, indem Sie den Frontdeckel abschrauben und sich an
den eindeutigen Beschriftungen orientieren. Falls Sie
beabsichtigen, den Splitter ohne Umweg über die primäre
TAE-Dose direkt an den APL anzuschließen, müssen Sie
darauf achten, dass Sie den PPA-Stecker (vgl. den
Abschnitt „Passiver Prüfabschluss (PPA)“ Abbildung 2 ) des
Splitters entsprechend umsetzen, um der Telekom weiterhin
das Messen der Leitung zu ermöglichen. Der Weg ins
Internet ist etwas steiniger, sofern man ihn — was ja wohl
„das Ziel der ganzen Übung“ ist - über den anderen Ausgang
des Splitters nimmt. (Die Möglichkeit, eine ISDN-Karte
oder ein analoges Modem über das Telefonsystem zu
betreiben, geht selbst verständlich nicht verloren.)
Obwohl das Signal an diesem Ausgang nach wie vor über zwei
Adern geführt wird, findet sich hier — welch Luxus - eine
8-polige RJ-45-Buchse (vgl. Abbildung 10.3), über die eine
Verbindung zum ADSL-Modem geschaffen wird. (Falls das
mitgelieferte Kabel zu kurz ist, können Sie auch anstelle
teuerer RJ-45- Verlängerungskabel das standardmäßige
Installationskabel per Klemmverbindung verlegen.
.jpg)
Abb. 14: Die Steckerbelegungen für die BBAE- und
10BaseT-Schnittstelle sind so gewählt, dass auch bei
falschem Zusammenstecken nichts passieren kann.
ADSL-Modem (NTBBA)
Aufgabe des ADSL-Modems ist es, das ADSL-Signal in
Datenpakete für die Übertragung zum PC sowie umgekehrt
aufzubereiten. Hinter dem Akronym NTBBA steckt der Name
Netzwerkterminationspunkt Breitband Anschlusseinheit. Das
Modem ist wie Splitter und NTBA eine echte Blackbox, in
die ein Kabel hinein und eines wieder heraus führt (vgl.Abbildung
14). Im Gegensatz zu den NTBA und den Splitter verrät das
Gerät über seine drei LEDs aber etwas mehr über seinen
Zustand. Die Bedeutung der Leds ist in der Tabelle
aufgeführt.
Tabelle: Bedeutung der LEDs am ADSL-Modem
| LED |
Bedeutung |
| Ein/Power |
grün =
Gerät eingeschaltet und bereit
blinkt =
selsbsttest des Geräts hat Hard- oder Softwarefehler
entdeckt
aus = Gerät
hat keine Betriebsspannung, nicht eingeschaltet |
| Sync |
grün =
Träger erkannt, Rahmensynchronisation vorhanden
rot =
Träger (LOS) oder Rahmensynchronisation (LOF)
verloren, ADSL-Fehler
blinkt =
Träger wird gesucht (Trainingsprozedur) |
| 10BaseT |
grün =
Schnittstelle bereit
aus =
Verlust von Signal (LOS) oder Synchronisation |
Ethernet-Karte
Die
letzten Meter vom ADSL-Modem zum PC werden per
Ethernet-Verbindung mit der Geschwindigkeit von 10 MBit/s
zurückgelegt. Das hat den Vorteil, dass man für diese
Verbindung aufseiten des PCs handelsübliche (Uralt-)Netzwerkkarten
mit 10BaseT-Anschluss (RJ45-Stecker) verwenden kann. Für
Ethernet-Karten mit anderen Anschlüssen gibt es zwar
Adapter, doch angesichts der spottenden Preise für diese
bereits überholte Technologie lohnt der Aufwand kaum. Als
Übertragungsprotokoll zwischen dem Nutzer und dem Backbone
der Telekom wird PPPoE (PPP-over-Ethernet, RFC 2516)
genutzt. Wie der Name schon sagt, ist PPPoE eine Technik,
PPP auf dem Medium Ethernet statt auf einer analogen
Modemverbindung oder einer ISDN-Datenverbindung zu nutzen.
Dummerweise gehört PPPoE nicht zur Standard-Ausstattung
üblicher Betriebssysteme, sodass man hier zunächst einmal
auf Software des Anbieters angewiesen ist. Wer nun darauf
spekuliert, das ADSL-Modem ohne weiteren Aufwand in ein
bestehendes 10-BaseT-Netzwerk via Hub (,‚Zentrum“ eines in
Sterntopologie geschalteten Netzwerks) integrieren zu
können, hat leider Pech gehabt. Hierfür ist in jedem Fall
ein so genannter Router erforderlich, der entweder als
weiteres Hardware-Kästchen (mit der Funktionalität eines
Hub) für gutes Geld hinzu gekauft oder in einem mit noch
einer zweiten Netzwerk- karte für die eigentliche
Netzwerkanbindung bestückten PC per Software emuliert
wird.
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