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  230 Volt-Elektrik
 

LED Leuchtmittel

Mit diesen LED Leuchtmitteln mit E14 oder E27 Sockel für den Anschluss an 230 Volt können Sie Ihre Leuchtmittel einfach austauschen und damit viel Strom und Geld sparen.

Leuchtdioden: Mit 13.000 mcd pro Diode sind diese LEDs mit hochwertigen InGaN Chips heller als andere weisse LEDs, die nicht über diesen Chip verfügen. Die Anzahl der LEDs pro Leuchtmittel ist kein Indiz für dessen Helligkeit. Wussten Sie, dass die neue K2 LED von Lumilens ca. 120 Mal heller ist als eine Standard LED. Helligkeit ist keine Frage der Anzahl, sondern eine Frage der Qualität der LED. Anders als in anderen Beleuchtungstechnologien gilt für die LED Technik: Je heller es werden soll, desto teurer wird es. Anders herum gilt dieser Satz leider nicht.

Beleuchtungsstärke: 360 Lux bei 0,5 Meter. Die Angabe der Lichtstärke in mcd ist stark abhängig vom Abstrahlwinkel. Wussten Sie dass ein Leuchtmittel mit 350.000 mcd und 60° Abstrahlwinkel genauso hell ist wie ein Leuchtmittel mit 5.000.000 mcd und 10° Abstrahlwinkel. Wussten Sie, dass es keine vorgeschriebene Messmethode gibt, um die Lichtstärke in mcd zu messen und daher Messergebnisse unterschiedlicher Hersteller nicht so ohne weiteres verglichen werden können. Wir geben daher die Beleuchtungsstärke in Lux an, denn diese kann jeder Anwender mit einem einfachen Luxmeter nachmessen. Woher können Sie sonst wissen, ob drin ist was drauf steht?

Lichtfarbe: warm-weiß (3500 K, Halogen-weiss), bietet Ihnen eine gemütliche, warme Wohnzimmerbeleuchtung

Schutzglas: Die Dioden befinden sich hinter einem klaren Schutzglas, das das Leuchtmittel nicht nur ästhetischer macht, sondern auch vor Verunreinigung und Spritzwasser schützt.

 

Diese Leuchtmittel dienen als Ersatz für Ihre Halogen-Lampen. Ideale Anwendungen dieses Leuchtmittels sind:

  • Langzeit- / Dauerbetrieb (Nachtbeleuchtung),
  • Räumlichkeiten, in denen das Licht ständig ein- und ausgeschaltet wird (Flure)
  • Umgebungen, in denen eine geringe Wärmeentwicklung aufgrund von Verbrennungs- bzw. Brandgefahr eine Rolle spielt (Kinderzimmer)
  • Objekte jeder Art, die angestrahlt und in Szene gesetzt werden sollen
  • Bewegte Objekte, da diese Lampen stoß- und erschütterungsresistent sind etc.

Lampen:

LED

SPAR

GLÜH

Verbrauch in Watt

0,5-5 W (1,5 W)

7-(20 W)

25- (50 W)

Betriebszeit Stunden

50.000

8.000

1.000

Stromverbrauch über die Zeit

75 kW/h

1000 kW/h

2500 kW/h

Stromkosten bei 0,15€/kW/h

11,25€

150€

375€

Lampenpreis

3 - 20€

~ 4€

~ 0,70€

Gesamtkosten

  ( 14 - 33€)

    ~ (178€)

~ (410€)

 

Leuchtdioden

Leuchtdioden 18 x UHB InGaN LEDs (sehr effizient)

Lichtstärke

13.000 mcd pro LED erbringen eine Gesamtlichtstärke von 240.000 mcd

Lichtfarbe

warm-weiss (3500K, Halogen-weiss)

Beleuchtungsstärke

Bis 360 Lux (bei 0,5 m)

Abstrahlwinkel

20° - 100°

Sockel

E14, E27, GU5,3 und GU10

Gehäuse

Glasgehäuse, ausgestattet mit einem Chromreflektor, Dioden sind meist abgedeckt mit einem Schutzglas

Leistungsaufnahme der LEDs

ca. 0,5 - 5  Watt (entspricht bis zu 95 % Stromersparnis)

Lebensdauer

50.000 bis 100.000 h

Betriebsspannung

12 V und 230 V

sonstige Besonderheiten

neu Epoxy-Harz Verguss um die Dioden herum, der den Wärmeabtransport optimiert und dadurch die Lebensdauer der Lampe wesentlich erhöht

 

Leuchtstofflampen

Leuchtstofflampen bestehen aus einer Lampenfassung mit eingebautem Vorschaltgerät (Drossel, Kondensator), Starter sowie einer oder zwei Gasgefüllten Leuchtstoffröhren. Die Lichterzeugung geschieht nach dem physikalischen Prinzip der Gasentladung. Die mit einem Leuchtgas gefüllte Röhre besitzt dazu an jedem Ende eine Elektrode, die mit einer kleinen Heizwendel versehen ist. Letztere ist nur während des nicht ganz unkomplizierten Startvorgangs aktiv, um die Röhre für das Zünden vorzubereiten. Der Zündvorgang einer Leuchtstofflampe (vgl. Abbildung 1) geht folgendermaßen vor sich: Nach dem Einschalten des Versorgungsstroms liegt zwischen den beiden Elektroden nahezu die volle Netzspannung an. Sie gelangt dahin durch das Vorschaltgerät (Drossel- spule und ggf. Kondensator). Der in Reihe mit den Heizwendeln geschaltete Starter besteht aus einer Glimmlampe mit Elektroden, die als Bimetallkontakte ausgeführt sind. Neuere Starter sind mit einem Triac ausgestattet funktionieren aber vom Prinzip her analog. Die Glimmlampe besitzt eine Zündspannung von etwa 100 Volt und beginnt bei der hohen Spannung sofort zu leiten. Der dabei fließende Strom erhitzt die Bimetallkontakte und bringt sie zum Schließen. Bereits durch den Glimmlampenstrom konnten sich die beiden Heizwendeln der Leuchtstoffröhre gut erwärmen, das Schließen des Bimetallkontakts bringt sie nun richtig zum Glühen. Von den glühenden Heizwendeln werden jede Menge freie Elektronen an das umgebende Edelgas abgegeben. Wenn sich nach etwa 0,2 Sekunden die Bimetallkontakte aufgrund von Abkühlung wieder öffnen, sorgt die plötzliche Unterbrechung des Stromflusses dafür, dass an der Drosselspule eine (mehr oder weniger) kräftige Induktionsspannung entsteht und lawinenartig die Gasentladung zwischen den beiden Elektroden der Röhre in Gang bringt.

Abb. 1: Schaltbild einer Leuchtstofflampe

Wenn die Gasentladung beim ersten Mal noch nicht über den nächsten Nulldurchgang der Phase hinweg erhalten bleibt oder der Bimetallkontakt genau um den Nulldurchgang her um geöffnet hat (und keine rechte Induktionsspannung hervorbringt), wiederholt sich das Spiel so oft - meist zwei bis drei Mal -‚ bis die Gasentladung schließlich stabil ist. Der Widerstand der sich fortlaufend entladenden ist sehr gering. Da die Röhre in Serie zum Vorschaltgerät betrieben wird, fällt nun der größte Teil der Spannung (verlustlos) am Vorschaltgerät ab (ca. 150 V). An den Elektroden verbleiben etwa 70 V, die die Glimmlampe des Starters nicht mehr zum Zünden bringen können - der Starter „schweigt“. Das Vorschaltgerät kann rein kapazitiver Natur sein (Abbildung 1 links) oder rein induktiver Natur (Abbildung 1 rechts oben). Beim Einsatz eines kapazitiven oder induktiven Vorschaltgeräts ergibt sich durch den Blindwiderstand eine Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung (cosφ). Der Vorteil eines Blindwiderstands ist allerdings, dass er keine Verlustleistung in Wärme umsetzt, was bei einem ohmschen Widerstand die Folge wäre. Die Phasenverschiebung (vgl. Fußnote 2 auf Seite 40) gleicht sich bei richtiger Dimensionierung im Duo-Betrieb (Abbildung 1 rechts unten) zwischen Kondensator und Spule einigermaßen (zu cosφ = 1) aus. Nicht selten findet man auch kapazitiv kompensierte induktive Vorschaltgeräte. Der Kompensationskondensator ist dann parallel zum Netzanschluss geschaltet (typisch gilt dann etwa cosφ = 0,95).

Hinweise

  • Es ist wichtig, beim Einsatz mehrerer Leuchtstofflampen für einen möglichst guten „Phasenwinkel“ (cosφ = 1) zu sorgen. Das heißt in der Praxis, dass etwa ebenso viele induktive wie kapazitive Vorschaltgeräte verwendet werden sollten bzw. nur Doppel- Leuchten im Duo-Betrieb.

  • Bei transportablen Leuchtstofflampen kleinerer Leistung ist das Vorschaltgerät meist in Form eines speziellen Zuleitungskabels als ohmscher Widerstand ausgeführt. Bei solchen Lampen darf das Zuleitungskabel weder gekürzt noch gegen ein „normales“ ausgewechselt werden, da die Leuchtstoffröhre dann zerstört wird.

  • In einer Leuchtstofflampe sind Vorschaltgerät, Röhre und Starter genau aufeinander abgestimmt. Ersetzen Sie daher Röhren nur gegen solche der richtigen — auf dem Vorschaltgerät vermerkten — Leistung. Moderne Starter sind etwas toleranter und weisen oft einen Leistungsbereich zwischen 20 und 65 Watt auf.

    Halogenlicht

    Halogenlampen geben ein sehr schönes weißes und natürliches Licht ohne das geringste Flimmern. Sie sind extrem hell und werden sehr heiß. In 230 V-Ausführung kommen sie hauptsächlich für hohe Standleuchten und kräftige Reflektorstrahler zum Einsatz. Ein Austausch wird nur im kalten, stromlosen Zustand vorgenommen. Dabei dürfen Sie den Glaskörper nicht mit den Fingern berühren, da auch kleinste Flecken einen Hitzestau hervorrufen, der die Lampe schneller altern lässt. Verwenden Sie also ein sauberes Tuch zum Anfassen - und wenn es doch passiert ist, reinigen Sie den Glaskörper mit Spiritus. Gängiger ist allerdings die transformatorbetriebene 12 V-Reflektor-Ausführung. Sie darf heute in keinem Stielbewussten Haushalt oder Büro mehr fehlen. Der Handel bietet die verschiedensten — im Preis nicht ganz unerheblichen — Halogen-Sets und -Systeme an, die der „Do-it-yourself“- Beleuchtungsdesigner dann gefahrlos in den verrücktesten Konfigurationen aufspannen und montieren kann. Die offen liegenden, klobigen Stromzuführungen sind völlig harmlos (selbst für Kinder) und bieten eine nie da gewesene Flexibilität in der Lichtgestaltung.

Abb. 2: Drei Halogenlampen mit Transformator

Die Klobigkeit der Zuleitungsdrähte hat eine technische Ursache. Bedingt durch die niedrige Versorgungsspannung müssen die Leiter bei gegebener Leistung eine recht hohe Strombelastung bewältigen. Das reicht von 5 Ampere bei 60 Watt (= 3 Lampen ä 20 Watt) bis zu 50 Ampere bei 600 Watt (= 30 Lampen ä 20 Watt) für Saal- oder Galeriebeleuchtungen. Zudem ist ein geringer Eigenwiderstand der Leitungen wünschenswert, da ein zu großer Spannungsabfall in den Strombahnen zu unterschiedlicher Helligkeit der Lampen führen kann. Dennoch, bis zu 16 A kann man - in freier Verspannung - prinzipiell auch noch einen Adernquerschnitt von 1,5 mm verwenden, solange die zu überbrückende Strecke nicht allzu groß wird.

Hinweis:Ein durch einen Transformator abgetrennter Sekundärstromkreis d nicht in leitender Verbindung mit den 230 V-Netz stehen. Er darf also auch insbesondere nicht geerdet werden. Das bedeutet auch, dass Sie problemlos bereits in der Wand liegende 1,5 mm² Zuleitungen verwenden können. Dafür müssen Sie aber unbedingt alle verwendeten Adern vom 230 V-Netz trennen. Eine gemischte Führung von 230 V- und 12 V-Leitungen in einem Kabel oder Kabelrohr ist nicht zulässig.

Problematisch ist dann nur noch die Zugfestigkeit.  Den springenden Punkt bildet der Transformator. Er liefert den Strom für die parallelgeschalteten Lampen und begrenzt damit die anschließbare Lampenleistung. Konsequent ist es, zu seinem Schutz auf der 12 Volt- oder 230 Volt-Seite eine Sicherung einzubauen, die bei Kurzschluss oder Überlastung auslöst. Spezielle Halogentransformatoren sind oft mit einer Überstromschutzeinrichtung (meist Schmelzkontakt) versehen. Der Handel bietet hübsch aussehende Ringkerntransformatoren für größere Leistungen, die sich durch eine geringe Eigenverlustleistung, wenig Summen, aber auch durch gesalzene Preise auszeichnen. Da die 230 V-Primärwicklung innen liegt und die 12 V Sekundärwicklung außen, dürfen diese offen montiert werden, wenn eine perfekte Isolation der Netzzuführung gewährleistet ist. Jeder andere 230/12 V-Transformator tut es aber auch, solange nur seine Leistung stimmt. Die Lösung für größere Anlagen ist aber in Schaltnetzteilen, die seit ein paar Jahren im Handel angeboten werden und oft sogar eine Dimmfunktion besitzen.

Achtung

Die Summe der Lampenleistungen muss immer kleiner gleich der maximalen Transformatordauerleistung sein. Die Strombelastung eines 230/1 2 V-Transformators ist auf der 230 V-Seite rund zwanzig Mal geringer. Einer 12 V-seitigen Absicherung mit 10 A kommt daher eine 230 V-seitige von 0,6 A gleich. Der Einschalter für eine Halogenbeleuchtung ist immer auf der 230 V-Seite anzubringen, damit der Transformator nach dem Ausschalten stromlos ist. Ein durcheinen Transformator abgetrennter Sekundärstromkreis darf nicht in leitender Verbindung mit dem 230 V-Netz stehen. Er darf also auch nicht geerdet werden.

Vor- und Nachteile der gebräuchlichen Beleuchtungsarten

Beleuchtungskörper und typische Leistung

Vorteile

Nachteile

Glühlampe 25 - 100 Watt

warmes Licht; billig; überall erhältlich; verschiedene Formen; dimmbar; normale oder kleine Standardfassung

geringer Wirkungsgrad „altmodisch‘, mittlere Lebensdauer

Reflektorglühlampe 40 - 150 Watt

gerichtetes Licht; dimmbar; geringer Wirkungsgrad; normale oder kleine Standardfassung

Glühlampe, meist geringe Lebensdauer

Edelgasglühlampe 40 - 75 Watt (= 60 — 100 Watt)

weißes Licht; dimmbar; verbesserter Wirkungsgrad

weniger als normale Glühlampe, mittlere Lebensdauer

Energiesparlampe 7 - 15 Watt ( 35 — 75 Watt)

weißes; fahles Licht; bester Wirkungsgrad; hohe Lebens dauer, zahlt sich aus

immer noch teuer, flackert oft beim Einschalten; spezielles Vorschaltgerät erforderlich; Entsorgung notwendig; nicht dimmbar

Leuchtstofflampe 20 - 60 Watt ( 60 — 180 Watt)

helles, flächiges Licht; sehr guter Wirkungsgrad; relativ hohe Lebensdauer

Licht unangenehm flimmernd oft fahl; flackert beim Einschalten; summt, Entsorgung notwendig; schlecht dimmbar

LED Leuchtmittel  0,5 - 3 Watt        (20-40 Watt) geringe Wärmeentwicklung ,hohe Lebensdauer, gerichtetes Licht nicht dimmbar

Halogenlampe 20 - 1000 Watt ( 30 — 1500 Watt)

schönes weißes, angenehmes Licht; punktförmig; volles Spektrum; hohe Lebensdauer; mittlerer Wirkungsgrad; in Niedervoltausführung individuell gestaltbar

sehr heiß; teuer; in Niedervoltausführung teurer Transformator notwendig; bei Verschmutzung (Insekten, Rauch, Fingerabdrücke) schnell defekt

Der Wert in Klammern nennt den Leistungsbedarf einer normalen Glühbirne bei gleicher Lichtstärke.

Am Sicherungskasten

Manipulationen am Sicherungskasten gehören zu den verantwortungsvollsten Aufgaben bei der Elektroinstallation. Sie dürfen eigentlich nur von ausgebildeten Elektrikern vorgenommen werden - bzw. die fertige Arbeit muss vor Inbetriebnahme von einem konzessionierten Elektriker abgenommen werden. Der grundsätzliche Aufbau von Hauptverteilungen für Hausanschlüsse wird durch die Abbildungen 3 und 4 verdeutlicht. Die Stromwege bis zum Zähler sind vom Elektrizitätsunternehmen her verplombt. Eine Beschädigung der Plomben kann hohe Geldstrafen nach sich ziehen, da Sie sich dem Verdacht des Stromdiebstahls aussetzen. Arbeiten am Sicherungskasten sind damit nur hinter den Vorsicherungen möglich.

Achtung

Bei allen Arbeiten am Sicherungskasten, die über das Auswechseln von Sicherungen hinausgehen, müssen Sie grundsätzlich die Vorsicherungen herausschrauben. Ein Auslösen des FI-Schalters genügt nur dann, wenn dieser alle Stromkreise (also auch die Lichtstromkreise) schaltet. Aber auch dann ist der Sicherungskasten noch nicht stromlos (die Zuleitungen sind natürlich noch „heiß Stellen Sie in jedem Fall mit dem Phasenprüfer fest, wo noch Spannung anliegt.

 

Abb.3: Hauptverteilung für mehrere Wohnungsanschlüsse mit Wechselstromzähler

 

Abb.4: Hauptverteilung für mehrere Wohnungsanschlüsse mit Drehstromzähler- die Sicherungen im Sicherungskasten sind in Dreiergruppen angeordnet und können je Groupe einen Drehstromkreis absichern oder drei einzelne Wechselstromkreise.

 

 Abb.5:Wechselstromverteilung mit                                                                                                   Abb.6:Drehstromverteilung mit

 FI-Schalter und Schutzerdungsschiene                                                                                             FI-Schalter und Schutzerdungsschiene

                

 

Wechselschaltung

Etwas trickreicher wird das Schaltungsprinzip, wenn es darum geht, einen Verbraucher von zwei Stellen aus zu schalten. Sie benötigen dann zwei speziell als Wechselschalter gekennzeichnete Schaltereinsätze Diese Schalter schalten die Phase zwischen zwei Leitungen hin und her, sodass wir es also mit zwei geschalteten Phasen zu tun haben. Einer der drei Anschlüsse eines Wechselschalters ist besonders gekennzeichnet (meist mit P oder L) und wird mit der ungeschalteten Phase des Stromkreises bzw. mit der Phasenzuleitung zum Verbraucher verbunden. Abbildung 7 zeigt das Schaltbild.

Abb.7: Mit einer Wechselschaltung kann ein Verbraucher von zwei Stellen aus unabhängig geschaltet werden.

Kreuzschaltung

Die Erweiterung auf beliebig viele unabhängige Schalterstellen lässt sich durch Einfügen so genannter Kreuzschalter in bestehende Wechselschaltungen eneichen. Kreuzschalter schalten immer gleichzeitig beide geschalteten Phasen - wie der Name schon sagt - jeweils über Kreuz. In Abbildung 8 sind die nicht eingenommenen Schalterzustände gestrichelt gezeichnet. Benötigt werden zwei Wechselschalter an den Enden der doppelt geführten geschalteten Phasen sowie ein oder mehrere Kreuzschalter. Weitere Kreuzschalter lassen sich nach dem gleichen Prinzip in die Schaltung einbinden. Sie können die Schaltung einfach durchdenken, wenn Sie sich einen festen Schaltzustand für jeden Schalter wählen und dann einen im Geiste umschalten — welchen Schalter Sie auch wählen, Sie schalten den Verbraucher immer einmal ein und einmal aus, ganz so, wie es sein soll. Wie die Schaltbilder zeigen, benötigt ein Wechselschalter drei Adern für den Anschluss und ein Kreuzschalter vier. Auf keinen Fall darf eine davon gelbgrün sein — auch wenn die Versuchung groß ist. Im Handel gibt es mehradrige Kabel, zum Beispiel in der Ausführung NYM-O (ohne Schutzleiter), aber auch 5-adrige Drehstromkabel lassen sich verwenden. Am vorteilhaftesten ist natürlich bei der Unterputzinstallation die Verwendung von Kabelrohren, in die Sie dann die benötigte Anzahl Adern einziehen können. Beim Anschluss der Schalter ist auf die Anschlussbezeichnung (meist in Form einer Zeichnung) zu achten. Falsches Anschließen von Kreuz- oder Wechselschaltern ist mit keinen Risiken verbunden - die Schaltung funktioniert dann einfach nicht so, wie sie soll.

Abb.8: Mit einer Kreuzschaltung lässt sich ein Verbraucher theoretisch von beliebig vielen Stellen aus unabhängig schalten.